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Fearless

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Biography

Was steckt hinter einem Namen? Wenn schon der Name auf eine Musikrichtung hinweist, könnte sogar sehr viel dahinter stecken. Jazmine Sullivans Mutter hatte schon eine gewisse Vorahnung, dass das Kind, das sie vor 21 Jahren auf die Welt brachte, zum Singen geboren war. Sie liebte Jazz, daher bekam ihre Tochter auch einen entsprechenden Namen. Auch wenn ihr Stil Elemente von Jazz beinhaltet – die sinnliche Stimme, die an große Sängerinnen wie Phyllis Hyman und Sarah Vaughan erinnert und eine Ausdruckstärke die gerne mit der von Lauryn Hill und Mary J. Blige verglichen wird – ist die in Philadelphia geborene Jazmine doch eine Künstlerin der heutigen Zeit, wie sie auf „Fearless“, ihrem aufregenden ersten Album für J Records beweist.

Unter anderem gehören bereits Stevie Wonder, Missy Elliott, Faith Evans und die ebenfalls aus Philadelphia stammenden Kindred zu ihren Fans. Trotzdem ist Jazmine nicht nur intelligent, frech und einfühlsam, sondern auch sehr bodenständig. Jazmine hat die meisten Songs auf „Fearless“ selbst geschrieben und erweckt ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen über das Leben und die Liebe in diesen Songs mit einer bildhaften Sprache zum Leben. Salaam Remi, Dirty Harry, Jack Splash, Stargate waren als Produzenten tätig; Missy Elliott produzierte mit Lamb die erste Single „Need You Bad“. „Ich war mit Reggae nicht vertraut, aber Missy sagte ‚Lass uns das versuchen!‘. Ich schrieb den Text gleich nachdem ich den Track hörte und Missy brachte auch noch Pepa von Salt-N-Peppa für den Track ins Studio.“ Der Track wurde sofort ein Hit beim Radio und etablierte Jazmine als neue Stimme des Sommers und auch für die Zeit danach.

„Bust Your Windows“ hat einen ungewöhnlichen Flamenco Sound und wurde von Remi produziert. „Habe ich das wirklich gemacht? Vielleicht…aber vielleicht auch nicht!“, fragt sich Jazmine mit einem Lächeln. Das Soul-lastige Highlight „In Love With Another Man“ singt sie mit tief empfundenen Ehrlichkeit: „Ich habe diese Situation nicht persönlich erlebt, aber es ist ein ehrlicher Song, den ich einfach singen musste.“ Mit dem eigenwilligen und auch ausgefallen betitelten Song „Lions, Tigers & Bears“ (ebenfalls von Remi produziert, der für diesen Track ein komplettes Orchester engagierte) erschafft sie eine ganze Bilderwelt. Der Song ist von Jazmines Darstellung der Dorothy in „The Wiz“ aus ihrer Kindheit inspiriert. „Mein Leben hat sich schon immer hauptsächlich um Musik gedreht, daher war es beängstigend an so etwas wie Liebe überhaupt zu denken. Ich kannte die Welt der Musik, aber diese andere Welt, die Welt der Liebe war mir unheimlich und neu. Es geht eigentlich darum Angst vor der Liebe zu haben.“

Jazmines charakteristischer Gesangstil wurde schon in frühen Jahren in der Kirche gefördert. Mit fünf Jahren sang sie im Kinderchor, ein paar Jahre später sang sie mit den Erwachsenen. Jazmine kam zu Beginn nur wenig mit weltlicher Musik in Berührung, „Ich habe in der Kirche Solos gesungen und als ich elf Jahre alt war wollte jemand, dass ich bei einem Gospel Label unterschreibe, aber dafür war ich einfach noch nicht bereit. Als ich dann bei einem McDonald’s Gesangswettbewerb für Kinder die Chance hatte „Accept What God Allows“ bei „Showtime at the Apollo“ zu singen, war das Publikum wirklich begeistert.“
Kurz danach hat Jazmine entschieden dass sie weltliche Musik singen wollte und ihre Mutter unterrichtete sie in klassischem R&B. „Sie hat mir Aretha, Stevie, Donny Hathaway und Phyllis Hyman vorgespielt. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich schon Hip Hop, daher hatte ich noch meine Schwierigkeiten damit, aber ich habe R&B dann sehr schnell zu schätzen gelernt.“ Mit ihrer Liebe zur Musik und dem absoluten Willen zu singen, machte sie sich in Philadelphia auf die Suche nach Auftritten in lokalen Venues. Eine ihrer ersten Anlaufstellen war „Black Lily“, eine musikalische Community die von den Jazzyfastnastees Mitte der 90er gegründet wurde als Philadelphia eine ganze Bewegung neuer Künstler hervorbrachte, wie zum Beispiel Jill Scott, The Roots, Floetry und Kindred. „Es war eine komplett neue Szene“, erinnert sich Jazmine. „Ich habe damit angefangen mit einer Live Band Klassiker von wie Sly’s ‚Thank You For Lettin‘ Me Be Myself‘ und Marvin’s ‚What’s Going On‘ zu singen.“

Durch ihre Auftritte im „Black Lily“ hatten Jazmine und Kindred die Chance mit dem legendären Stevie Wonder auf der Bühne zu stehen. „Fatin und Aja wollten sich Stevie ansehen und haben mich eingeladen. Er begann sich wirklich für mich zu interessieren als er mich seinen Song ‚These Three Words‘ singen hörte. Der Auftritt hat ihm so gut gefallen, dass er anfing mit mir zu singen als wir mit einer Jam Session starteten und abwechselnd improvisierten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es war ein Erlebnis das ich nie vergessen werde!“ Dieser Spontanauftritt führte zu Jazmines Auftritt in Stevie Wonders jährlichen „Toys for Tots“ show in Los Angeles, zusammen mit Kirk Franklin, Jill Scott und vielen anderen. Jazmines erstaunliches Talent sprach sich schnell herum, aber es war das Zusammentreffen mit Missy Elliott, die sie in ein Studio in Miami mit Timbaland mitnahm, das viele Labels aufhorchen ließ.
Nachdem Peter Edge von J Records Jazmines „In Love With Another Man“ hörte, reagierte er schnell und bereitete Jazmine ein Jahr lang auf ihr erstes Meeting mit Clive Davis vor. „Ich wusste, dass meine Songs einfach anders sein mussten. Deswegen habe ich damit begonnen meinen eigenen Schreibstil zu entwickeln. Ich habe viel Fantasie und das ist sehr hilfreich.“ Als Jazmine ihre Songs geschrieben hatte, setzte A&R Manager Peter Edge das alles entscheidende Meeting mit Clive Davis an. „Als ich aufhörte zu singen sagte er ‚Willkommen in der Familie!‘“

Jazmine nahm sich Zeit um das Material für ihr Debutalbum zu schreiben und erklärt ihre Herangehensweise wie folgt: „Es geht darum junge Frauen zu bestärken. Ich bin 21 Jahre alt, bin seit kurzem eine Frau und wenn du glaubst, dass du mit mir machen kannst was du willst, dann hast du dich schwer getäuscht! Aber das Schreiben ist nur eine Seite von mir und ich habe noch wesentlich mehr Facetten.“

Diese Facetten findet man auf ihrem Debütalbum, das Jazmine als „ehrlich und aus einer ganz bestimmten Perspektive“ beschreibt. „‘Fearless‘ beschreibt meine momentane Gefühlslage. Ich bin 21, selbstsicher, habe keine Angst davor bei meinem Songwriting ehrlich zu sein und mit meiner Musik zu experimentieren.“ Nachdem sie ihr Handwerk weiter verfeinert hat und einen unverkennbaren Schreibstil entwickelt hat, hat sie jetzt ein Album herausgebracht, das seine Wurzeln im Soul hat, aber auch zugänglich ist; ein Album das sicherlich seine Anhänger unter denen finden wird, die ungekünstelte und ehrliche Musik suchen.

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